Verursacherprinzip

Das Verursacherprinzip besagt, dass derjenige, der durch sein Verhalten oder (Bau-)Vorhaben Kosten verursacht, diese auch tragen muss.

In der Archäologie bedeutet das: wer ein Bodendenkmal zerstört, um dort zu bauen, muss für die notwendigen archäologischen Maßnahmen bezahlen. Dies gilt auch für die Kosten einer konservatorischen Überdeckung.

Das Verursacherprinzip findet bei privaten Bauherren ebenso Anwendung wie bei öffentlichen Bauvorhaben. Mit der Unterzeichnung des Europäischen Übereinkommens zum Schutz des archäologischen Erbes (der sog. Konvention von Malta) hat sich Deutschland verpflichtet, das Verursacherprinzip anzuwenden. Es dient der Finanzierung der Bodendenkmalpflege, da die Kosten nun nicht mehr vom Staat getragen werden (es sei denn, dieser ist der Verursacher), sondern von den Bauherren übernommen werden müssen. Ein Verursacherprinzip gibt es auch in anderen Bereichen wie beispielsweise dem Umweltrecht.

In den meisten Bundesländern gibt es Regelungen, die festlegen, bis zu welcher Höhe ein Bauherr im Sinne des Verursacherprinzips für die Kosten aufkommen muss und ab wann eine Förderung oder Übernahme der weiteren Kosten beantragt werden kann. Informationen hierüber erhalten Sie bei den für Sie zuständigen Landesdenkmalämtern oder ihrer Fachfirma.

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