Vermessung

Zu jeder Dokumentation gehört eine Vermessung und ein daraus resultierender Vermessungsplan.

Mit unserer modernen Vermessungstechnik können wir höchst effizient und zeitsparend alle nötigen Messungen vor Ort nehmen und einen den Vorgaben gerechten Plan erstellen.

Archäologie wird immer möglichst genau in einem vereinheitlichten System vermessen.

Dies passiert zum einen, um zu gewährleisten, dass spätere Bearbeiter der archäologischen Fläche nachvollziehen können, an welcher Stelle Archäologie vorhanden ist oder war.

Die Vermessung ist demnach ein weiterer Bestandteil der archäologischen Dokumentation, der helfen soll, diese für die Nachwelt verständlich und zugänglich zu konservieren.

Beispiel

Auf einem Nachbarfeld wurde von einigen Jahren von einer Grabungsfirma gegraben und Archäologie aufgedeckt und vermessen. Die jetzige Firma, welche auf dem neuen Feld gräbt, kann nun den alten Vermessungsplan der ehemaligen Firma einsehen und damit beurteilen, welche und, ansatzweise, wie viel Archäologie auf ihrem Feld zu erwarten ist.

Zum anderen hilft die Vermessung oftmals dabei, größere archäologische Strukturen besser sichtbar zu machen.

Besipiel

In einem Feld mit vielen modernen Störungen – bspw. durch moderne Kabellegungen – werden mehrere Befunde aufgedeckt. Vor Ort ist deren Zusammenhang nur schwer zu erkennen, auf dem fertigen Vermessungsplan ist hingegen, durch Ausblenden diverser Störungen, schnell ein Langhaus zu erkennen.

Eine gute örtliche Vermessung hilft uns Archäologen demnach auch in der wissenschaftlichen Auswertung unserer aufgedeckten Fundstellen. Vermessungspläne sind ebenso ein hervorragender Weg der Veranschaulichung, beispielsweise mehrerer zeitlicher Phasen einer Siedlung.

Wie in den „Vorgaben zur Dokumentation archäologischer Ausgrabungen in Bayern“ des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (2016, S. 11) erklärt wird:

„Die Qualität einer Grabungsvermessung ist nicht nur abhängig von ihrer „inneren“ Genauigkeit/Stimmigkeit, sondern ebenso sehr von der Genauigkeit ihrer Einpassung in übergeordnete Lage- und Höhensysteme („äußere“ Genauigkeit). Nur bei guter „äußerer“ Genauigkeit lassen sich z.B. Folgegrabungen nahtlos anschließen. Die Lage- und Höheneinpassung sind so eindeutig zu dokumentieren, dass sie von einer vermessungstechnisch vorgebildeten Fachkraft nachvollzogen werden können“

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