konservatorische Überdeckung

Abhängig von der Art des Bodendenkmals und des geplanten Bauvorhabens gibt es mitunter die Möglichkeit, auf eine Ausgrabung zu verzichten und das Bodendenkmal stattdessen im Boden zu bewahren.
Dies hat mehrere Vorteile: zum einen wird das Denkmal im Boden erhalten und nicht durch den Bau bzw. die Ausgrabung zerstört. Künftige Generationen mit möglicherweise weit fortgeschrittenen Ausgrabungsmethoden haben so noch die Möglichkeit, z.B. eine vorgeschichtliche Siedlung zu erforschen.
Zum anderen muss der Bauherr weder die Kosten für eine Ausgrabung tragen noch die Bauverzögerung durch diese in Kauf nehmen.

Eine konservatorische Überdeckung bedingt, dass keine Bodeneingriffe im Bereich des Bodendenkmals stattfinden.
Dies bedeutet z.B. bei einem Einfamilienhaus, dass auf den Keller verzichtet werden muss.
Je nach Bodendenkmal kann eine Umplanung zusammen mit dem Architekten günstiger werden als eine Ausgrabung – dies ist im Einzelfall immer abzuwägen.

Wird eine konservatorische Überdeckung genehmigt und ist technisch umsetzbar (in manchen Fällen bedingt die Statik Bodeneingriffe und die Ausgrabung ist unumgänglich), wird ihr zuständiger Archäologe vom Landesdenkmalamt oder der unteren Denkmalschutzbehörde mit Ihnen die Details besprechen. Für gewöhnlich wird das Bodendenkmal mit Geovlies abgedeckt und anschließend durch eine zusätzliche Schicht Schotter oder Sand geschützt, auf die dann gebaut werden darf. Geovlies wird im Boden nicht abgebaut, sondern bleibt bestehen und schützt das Bodendenkmal. Die zusätzliche Sand- oder Schotterschicht ist meist um die 10cm dick und dient als Puffer zwischen dem Bodendenkmal und dem darüber befindlichen Bau.

Das Gewicht des geplanten Bauprojektes, z.B. eines Hauses, ruht natürlich auf dem Bodendenkmal. Aus diesem Grund ist nicht jedes Denkmal für eine konservatorische Überdeckung geeignet. Die grundsätzliche Entscheidung darüber, ob eine konservatorische Überdeckung bei Ihrem Bauvorhaben in Frage kommt, treffen die zuständigen Behörden.

Unser Team von ADW übernimmt für Sie auch hier gerne eine beratende Funktion. Durch unser thematisches und technisches Verständnis, sowie der engen Zusammenarbeit mit den Ämtern und Behörden können  wir zwischen Ihrer Postion und der des Denkmalschutzes vermitteln und für beide eine gute Lösung finden.

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